Kreuzungsbauwerk Mannheim-Friedrichsfeld

Kreuzungsbauwerk Mannheim-Friedrichsfeld Süd

Neuer Übergang für schnellere Verbindungen 

Im Mannheimer Stadtteil Friedrichsfeld verzweigen sich die Gleise in West-Ost-Richtung zwischen Mannheim und Heidelberg mit der Anbindung an die Nord-Süd-Richtung in Richtung Weinheim. Für den Verkehr, der von Mannheim kommend in Richtung Weinheim abzweigt und umgekehrt, ist der Neubau eines sogenannten Kreuzungsbauwerks vorgesehen, das die Gleise der einen Strecke über die andere führt. Diese Verbindung ist auch für den Güterverkehr von und zum Mannheimer Rbf wichtig. 

Das Projekt befindet sich momentan in einer frühen Phase der Planung. Dabei wird unter anderem die Aufgabenstellung erarbeitet und der Baugrund untersucht.

„Drunter und drüber“ für kreuzungsfreie Bahnlinien

Ziel dieser Maßnahme ist zum einen die Reduzierung von höhengleichen Zugkreuzungen der beiden Hauptachsen. Damit werden die Weichen für eine Steigerung der gesamten Betriebsqualität, eine Angebotsverbesserung der S-Bahn Rhein-Neckar und den Erhalt der Kapazität im Schienengüterverkehr (SGV) des Mannheimer Rangierbahnhofs (Rbf) gestellt.

Standort KrBw MA-Friedrichsfeld (1)

Mannheim-Friedrichsfeld Süd mit Blick in Richtung Mannheim Hbf Quelle: DB Netz AG/Popp

Die geplanten Maßnahmen im Überblick

Das neu zu errichtende Kreuzungsbauwerk in Mannheim-Friedrichsfeld soll höhenfreie Zugkreuzungen in diesem Bereich ermöglichen. Diejenigen Züge, die von Mannheim kommen und in Richtung Norden unterwegs sind, werden zukünftig über die geplante Überführung geleitet. Für die Züge auf der Relation Mannheim Hbf – Heidelberg hingegen stellt das Bauwerk eine Unterführung dar. Die Gleise dieser Strecke müssen dazu abgesenkt werden. 

Standort KrBw MA-Friedrichsfeld (2)

Im Bereich Dossenwald befindet sich der Übergang der dreigleisigen Strecke auf das künftige Kreuzungsbauwerk; Blick in Richtung FriedrichsfeldQuelle: DB Netz AG/Popp

Aktueller Planungsstand und die nächsten Schritte

Die Vorplanung wurde 2013 fertiggestellt, aber aus Kostengründen nicht fortgeführt. Ende 2020 wurden die Leistungsphasen 1/2 in die Bedarfsplanumsetzungs- und Anpassungsvereinbarung aufgenommen. Die Beteiligung des Bundes ermöglicht eine Fortsetzung der Planung ab 2021. Die nächsten Schritte sind die Aktualisierung der verkehrlichen Rahmenbedingungen, die Erstellung der verkehrlichen Aufgabenstellung und eine Überprüfung der betrieblichen Aufgabenstellung.
Außerdem überprüft die Deutsche Bahn die bestehende Vorplanung. Gegebenenfalls halten Anpassungen an neue, verkehrliche Rahmenbedingungen und an das aktuelle Regelwerk sowie Aktualisierung der Kostenschätzung Einzug. Bei der weiteren Planung des Projekts findet die BIM-Methodik (Building Information Modeling) Anwendung.

Die weiteren Projektabschnitte